Fachzeitschrift lobt Qualitätsniveau
30.07.2010Winzer von der Ahr sind die Besten.
Sie ist nicht nur die älteste Winzergenossenschaft Deutschlands, sondern auch eine der erfolgreichsten. Ganz oben landete sie beim diesjährigen Test deutscher Genossenschaften des Meininger-Verlags. Dessen Publikation „Wein-Wirtschaft“ listet die 1868 gegründete Kooperative von der Ahr auf Platz eins der 30 besten Winzergenossenschaften. Mit 85,9 Punkten schlug sie knapp die Vier Jahreszeiten Winzer aus der Pfalz (85 Punkte). Auch die Dagernova Weinmanufaktur von der Ahr darf sich freuen: Mit 84,3 Punkten sicherte sie sich den dritten Platz.88 Winzergenossenschaften stellten sich dem kritischen Urteil der Jury. Insgesamt 528 Proben wurden von den 32 Verkostern genau unter die Lupe genommen, um die Betriebe mit der überzeugendsten Produktpalette zu küren. Bewertet wurde jeweils das Kernsortiment. Dazu mussten sechs Proben im Verkauf befindlicher Jahrgänge eingereicht werden: je ein QbA-Wein trocken rot und weiß, je ein Premiumwein trocken rot und weiß, ein Prädikats- oder Premiumwein halbtrocken oder lieblich sowie ein Rosé trocken oder halbtrocken, die von den Weinexperten in einer Blindprobe verkostet und bewertet wurden. Das Gesamtranking der deutschen Winzergenossenschaften wurde aus der durchschnittlichen Punktzahl für die eingereichten Weine ermittelt. Jeweils 86 Punkte vergaben die Verkoster für einen 2007er Spätburgunder „140 Jahre Jubiläumswein“ trocken und einen 2009er Riesling „S“ halbtrocken, beide von der Winzergenossenschaft Mayschoß-Altenahr. Die Bewertung „sehr gut“ gab es ab mindestens 85 Punkte. Mit einem 2009er Gewürztraminer Edition „S“ Spätlese lieblich der Fellbacher Weingärtner aus Württemberg rückte nur ein Wein in die Kategorie „herausragend“ auf.
Das eindeutige Fazit des Leistungstestes der deutschen Genossenschaften lautet: Sie haben gute Arbeit geleistet und das Qualitätsniveau der derzeit im Handel befindlichen Weine ist erfreulich hoch: 93 Prozent aller Proben wurden mit mindestens 73 Punkten und damit als „zufriedenstellend“ bewertet, knapp 64 Prozent erreichten mehr als 81 Punkte (gut) und ganze 18,7 Prozent erhielten 85 Punkte und mehr (sehr gut).